25. Juni 2024

Israelbezogener Antisemitismus dominierte 2023 im Saarland

 

Israelbezogener Antisemitismus nimmt zu – 2/3 aller Vorfälle nach dem 7. Oktober 2023 – Unsicherheit bei Betroffenen im Saarland - Die 2023 am häufigsten dokumentierte Erscheinungsform im Saarland ist der israelbezogene Antisemitismus – 2022 war der Post-Schoa-Antisemitismus, also die Erinnerungsabwehr, die häufigste Form gewesen. Zwei Drittel der Vorfälle fanden 2023 nach dem Terroranschlag auf Israel vom 7. Oktober 2023 statt – rechnerisch sind das zwei Vorfälle pro Woche. Der politisch-weltanschauliche Hintergrund ist bei den meisten Vorfällen des Jahres unbekannt; in zehn Fällen handelte es sich um antiisraelischen Aktivismus.
Die meisten der RIAS Saarland 2023 bekannt gewordenen Vorfälle ereigneten sich im öffentlichen Raum – als Schmierereien oder bei Demonstrationen auf der Straße, an öffentlichen Gebäuden oder in Parks. „Antisemitismus bleibt damit Teil des Alltags im Saarland“, sagt Petra Melchert von RIAS Saarland. „Er begegnet uns allen und gerade Betroffene können dem Antisemitismus kaum aus dem Weg gehen. Der alltagsprägende Charakter von Antisemitismus im Saarland verhindert eine unbeschwerte gesellschaftliche Teilhabe von Jüdinnen und Juden im Saarland.“
Der Geschäftsführer der Synagogengemeinde Saar, Evgenij Mrinski, kann das bestätigen: „Nach dem 07. Oktober traut sich kaum ein Gemeindemitglied von uns mit Kippa auf die Straße. Der zunehmende Antisemitismus in Deutschland besorgt unsere Gemeinde sehr”.
Auch Vorfälle an Schulen bleiben ein Problem. Jüdische Schüler*innen und Lehrkräfte müssen ein Versteckspiel spielen, wenn sie sich vor Anfeindungen schützen wollen. Viele Lehrkräfte sind damit herausgefordert, Schüler*innen die komplexe Konfliktlage des Kriegs zwischen Israel und der Hamas zu erklären und antijüdische Vorurteile abzubauen.
Die Meldestelle RIAS Saarland (Recherche- und Informationsstelle Antisemitismus) dokumentiert antisemitische Vorfälle im Saarland anhand bundesweit festgelegter Kriterien: https://www.report-antisemitism.de/rias-saarland/. Antisemitische Vorfälle können gemeldet werden über die Plattform report-antisemitism.de oder direkt per E-Mail an info@rias-saarland.de oder telefonisch unter (06851) 80 82 79-1. Adolf-Bender-Zentrum

 

 

Suchbegriffe:
Pressemitteilung

 


 

Permanenter Link zu diesem Artikel:
http://rodena.de/index.php?id=1719309863

 


 

eine Seite zurück

Zurück zur Startseite der Rodena ePapers

 


 

Könnte Sie vielleicht auch interessieren

21. Juli 2024, Biden tritt nicht mehr an, Harris aussichtsreichste Kandidatin - Kurzbetrachtung

» Beitrag anzeigen

 


 

21. Juli 2024, Saarland - Digitalisierungs-Gondwana Deutschlands

» Beitrag anzeigen

 


 

20. Juli 2024, Bilingual: Arbeitsplatz in Luxemburg gesucht? / Arbechtsplaz zu Lëtzebuerg gesicht?

» Beitrag anzeigen

 


 

20. Juli 2024, Tennisfreunde Saarlouis-Roden e.V.: Pächter für unsere schöne Tennisklause gesucht

» Beitrag anzeigen

 


 

20. Juli 2024, Attentat vom 20. Juli 1944

» Beitrag anzeigen

 


 

19. Juli 2024, 1866 - ein Schicksalsjahr für Roden

» Beitrag anzeigen

 


 

19. Juli 2024, Rodunum - keltisches Nomen oder lateinisiertes Kompositum mit keltischem Verbalpräfix

» Beitrag anzeigen

 


 

19. Juli 2024, Des deutschen Vaterland - eine Liedbetrachtung

» Beitrag anzeigen

 


 

19. Juli 2024, Crowdstrike Sicherheitssoftware legte heute vieles lahm

» Beitrag anzeigen

 


 

19. Juli 2024, Afrikanische Schweinepest bald im Saarland! Abschussprämien, mehr Jagdmöglichkeiten, es lacht des Jägers Herz (hoffentlich nicht)

» Beitrag anzeigen

 


 

 

 

     
 

In eigener Sache: Artikel, die hier veröffentlicht werden sollen, schicken Sie bitte an webredaktion@rodena.de . Mit Einsendung unterliegen eingereichtes Bild- und Textmaterial der academia wadegotia Documentation Licence.

 
Impressum | Datenschutz | RSS Impressum

Partnersite Gemeinde Wadgassen (private Seite) auf grossgemeinde-wadgassen.de | Technische Umsetzung durch csw germany