27. September 2023

IG Metall fordert Industriestrompreis Aktionstag am 28. September 2023 soll Aktionswoche der Gewerkschaft abrunden

 

Energie- und insbesondere die aktuell hohen Strompreise beschäftigen unsere gesamte Wirtschaft und Gesellschaft. Für energieintensive Branchen und Betriebe geht es mittel- und langfristig um die Existenz. Ein „Brückenstrompreis“ bzw. Industriestrompreis muss beim Klimaumbau der Betriebe helfen – und Beschäftigung dauerhaft sichern.
„Heute werden in diesen Unternehmen wichtige Zukunftsentscheidungen für die Standorte getroffen. Der heutige Strompreis der energieintensiven Industrie ist im Verhältnis zum europäischen Ausland und insbesondere auch darüber hinaus nicht wettbewerbsfähig. Deswegen muss die Politik handeln, wenn man systemrelevante Branchen und damit gute Arbeitsplätze nicht verlieren möchte“, so Lars Desgranges, 1. Bevollmächtigter der IG Metall.
Die Zeit drängt. Im europäischen Vergleich liegt Deutschland bei den Strompreisen an der Spitze – 2022 kostete eine Megawattstunde Industriestrom für Großverbraucher im Schnitt 386 Euro. 2020 lag der Preis im Jahresschnitt noch bei 84 Euro.
Die internationale Wettbewerbsfähigkeit deutscher Betriebe ist damit akut gefährdet. Das gilt vor allem für die energieintensiven Grundstoffindustrien. Stahlhersteller, Chemiebetriebe oder Aluminiumhütten ächzen unter den hohen Strompreisen. Die IG Metall fordert deshalb ein Eingreifen des Staates im Sinne eines Industriestrompreises bzw. „Brückenstrompreises“.

Um dieses wichtige Themenfeld politisch zu platzieren führt die IG Metall in der Zeit vom 24. – 29.09.2023 eine Aktionswoche mit vielfältigen Protestaktionen durch, um die Forderungen der IG Metall und der energieintensiven Branchen und Betriebe sichtbar zu machen. Diese reichen von Kundgebungen, Jugendaktionen, Betriebsversammlungen bis hin zur großen Abschlussveranstaltung, die am 28.09.2023 ab 18.30 Uhr auf der Saar zwischen Dillingen und Völklingen stattfinden wird.
Höhepunkt: Die Schifffahrt zum Industriestrompreis mit Platzierung der Forderung der IG Metall. Der Höhepunkt und Abschluss dieser ersten Aktionswoche ist die Schifffahrt zum Industriestrompreis, die am Hafen der Dillinger Hütte um 18.30 Uhr startet. Dieser symbolische Ort repräsentiert die saarländische Stahlindustrie und ihren Bedarf an bezahlbarem Strom im Besonderen. Denn sowohl in Dillingen als auch in Völklingen kann der Umbau zu einer grünen Stahlerzeugung und die Errichtung einer DRI-Anlage sowie die Errichtung der neuen Elektrolichtbogenöfen nur gelingen, wenn auch der Strompreis wettbewerbsfähig ausgestaltet ist. Nach einer kurzen Transparentaktion startet gegen 18.30 Uhr das Personenschiff Queen Wilma in Dillingen in Richtung Völklingen. Zudem kommen mehrere Boote aus Saarbrücken, um die Aktion zu unterstützen. Gegen 20.45 Uhr wird an der Anlegestelle Völklingen-Wehrden nach dem Eintreffen der Boote eine Abschlusskundgebung durchgeführt.
„Das mit Transparenten bekleidete Fahrgastschiff soll dabei symbolisch auf die Dringlichkeit zur Einführung eines deutschen Industriestrompreises aufmerksam machen“, so Ralf Cavelius, 2. Bevollmächtigter der IG Metall Völklingen.
Zum Abschluss der Bootstour zum Industriestrompreis und der Aktionswoche ist in Völklingen eine kurze Kundgebung mit mehreren Redebeiträgen geplant. (igm)

 

 


 

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