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12. Dezember 2016

Saturnalia

 


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Den 25. Dezember als Hochfeiertag des Mithras-Kultus, inkl. Begründung hatten wir schon abgehandelt. Betrachten wir jetzt noch die Saturnalia.

Am 17. Dezember begann traditionell das altrömische Bauernfest zur Beendigung der Feldarbeit, dessen Wurzeln um 500 v. Chr. zurückverfolgbar sind. An diesem Tag galten die gültigen Standesgrenzen, wohl auch in Erinnerung des Aurea Aetes, also des Goldenen Zeitalters, als ausgesetzt; dies äußerte sich u.a. darin, dass Schmuckelemente wie Senatorentogae nicht getragen wurden. Auch wurde das Haupt nicht wie sonst bei Ritualen und Opfern verhüllt, sondern es galt ausdrücklich capite velato.

Die privaten Feierlichkeiten enthielten neben der Opferung eines Schweins auch das gegenseitige Beschenken mit Tonfiguren und Wachskerzen, die Jugendlichen durften Streiche durchführen ohne mit Strafe rechnen zu müssen und die Erwachsenen wählten aus ihren Reihen den Festkönig. In wie weit es Brauch gewesen ist, dass die Herren tatsächlich ihre Sklaven bedienten ist allerdings umstritten.

Die offiziellen Feierlichkeiten fanden, wie die meisten Ereignisse, auf dem Forum Romanum statt. Präziser, da diesem Gott zu Ehren, vor dem dortigen Saturntempel. Neben dem öffentlichen Weiheopfer fand dort auch eine Convivium Publicum (öffentliche, kostenlose Speisung) statt. Am Ende das Tages wurde die traditionelle Formel "io saturnalia" gemeinsam ausgerufen.

Die Festlichkeiten dauerten danach in der Regel noch bis zum 23. / 24. Dezember an, manchmal (vor allem in der Kaiserzeit) verbunden mit einer DREITÄGIGEN Ferienzeit der Gerichte. Übrigens, mit ein Grund, warum der Mithras-Kult für sich den 25. Dezember als Hochtag auswählte. Man schloss damit die Saturnalia feierlich ab.

Beim Lesen des Textes dürften wohl die ein oder andere Parallele zu unserem Weihnachtsfest aufgefallen sein.

Weiterführend: Angelika u. Ingemar König, Der Römische Festkalender der Republik, Ditzingen 1991. ph

 


Tags/Schlagworte dieses Artikels: Weihnachten, Antike, Historie

 

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